Hilfe. Jetzt.
Wenn du das hier liest, ist der erste Schritt schon passiert: Du suchst. Das reicht als Anfang.
Sofort
112NotrufWenn Leben in Gefahr ist: bewusstlos, Krampfanfall, Atemnot. Kostenlos, Tag und Nacht.0800 111 0 111TelefonseelsorgeReden, sofort. Kostenlos, Tag und Nacht, anonym.01806 31 30 31Sucht & Drogen HotlineFachleute aus der Suchthilfe, auch für Angehörige. Täglich 8 bis 24 Uhr. Kostet 0,20 € pro Anruf, auch mobil.Für dich
Du musst nicht erst ganz unten sein.
Es gibt keinen Punkt, ab dem man Hilfe verdient hat. Wer merkt, dass der Stoff stärker geworden ist als der eigene Plan, ist hier richtig. Jetzt, nicht erst später.
Was eine Entgiftung ist
Der erste Schritt heißt Entgiftung. Dein Körper wird den Stoff los, und Ärzte passen dabei auf dich auf. Das passiert im Krankenhaus und dauert meist wenige Tage bis zwei Wochen. Gegen das Schlimmste gibt es Medikamente. Bei Alkohol und Beruhigungsmitteln kann ein Entzug auf eigene Faust gefährlich werden — darum nicht alleine durchbeißen, sondern mit Ärzten.
Wie du reinkommst
- Über den Hausarzt. Sag es ehrlich. Er kennt den Weg und weist dich ein — das ist für ihn ein normaler Vorgang, und er hat Schweigepflicht.
- Direkt beim Krankenhaus. Viele Krankenhäuser haben eine Entgiftungsstation. Du darfst dort anrufen und nach einem Platz fragen. Auch Angehörige dürfen das.
- Im Notfall: 112. Auch mitten in der Nacht. Auch mit Stoff im Blut. Auch ohne Versichertenkarte in der Tasche.
Wenn du nicht weißt, wo anfangen: Die Sucht & Drogen Hotline oben hilft dir beim ersten Schritt.
Was dich dort erwartet
Ein Bett, Ruhe, Essen, Medikamente wenn nötig — und Menschen, die das jeden Tag begleiten. Du bist dort nicht der Erste und nicht der Letzte. Die ersten Tage sind anstrengend, das gehört ehrlich dazu. Aber du musst sie nicht alleine schaffen, und sie gehen vorbei.
Was danach kommt
Nach der Entgiftung ist der Körper klar, der Kopf braucht länger. Darum gibt es die Reha: mehrere Wochen in einer Fachklinik, wo es um dein Leben geht, nicht mehr nur um den Stoff. Den Antrag stellst du nicht alleine — der Sozialdienst im Krankenhaus oder eine Beratungsstelle macht das mit dir.
Diese Seite zeigt dir den Weg. Die Begleitung durch die App beginnt ab der Reha — bis dahin sind die Telefonnummern oben deine beste Tür.
Für Angehörige
Du kannst niemanden retten. Du kannst da sein.
Das ist der schwerste Satz auf dieser Seite: Ob ein Mensch aufhört, entscheidet er selbst. Kein Bitten, kein Drohen, kein Verstecken von Flaschen nimmt ihm diese Entscheidung ab. Was du kannst: die Tür offen halten, ehrlich bleiben — und diese Seite zeigen, wenn der Moment da ist.
Und: Hol dir selbst Hilfe. Wer einen Menschen mit Sucht liebt, trägt oft jahrelang mit — Angst, Wut, Erschöpfung, alles gleichzeitig. Dafür gibt es eigene Gruppen und Beratung, kostenlos und auf Wunsch anonym. Das ist kein Verrat. Das ist dein Teil des Weges.
Auch die Sucht & Drogen Hotline oben ist ausdrücklich für Angehörige da.